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Dienstag, 7. Juli 2015

Nicht loslassen kann ich von der Idee, eine Publikation mit Schwerpunkt Kultur für Schleswig-Holstein herauszubringen. Ob als Beileger, als eigenständiges Kulturblatt - wichtiger als die äußere Form ist mir die journalistische Qualität. Dazu gehört für mich vor allem, zwischen privaten Interessen und öffentlichen Angelegenheiten zu unterscheiden und im Sinne der Leserinnen und Leser nach allen Seiten Distanz zu halten.

Die hier vorgestellten Arbeiten wurden - mit einer Ausnahme - alle veröffentlicht. © Daniela Mett / Kiel 

 

Aus der Serie Kulturpartner (Teil 15): Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte

Grosse Kreise ziehen

Stadtgeschichte selbst zu erforschen und zu vermitteln ist selbsternannte Aufgabe des Vereins. Und die ist spannend. Das gilt besonders, so der Vorsitzende Dr. Jürgen Jensen, für die Moderne, in der sich Kiel zu einer Großstadt entwickelt hat und an Bedeutung gewann.

Was die Hanse für Lübeck schuf, gelang in Kiel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die Industrialisierung: ein gewaltiger Entwicklungsschub.

Damals gründeten Bürgerinnen und Bürger die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. Mit rund 1.500 Mitgliedern zählt sie heute zu Deutschlands größten stadtgeschichtlichen Vereinigungen. Gemeinsam ist allen die hohe Verbundenheit mit der Stadt. Sie äußert sich darin, dass viele ihren Mindestjahresbeitrag freiwillig um eine Spende erhöhen, damit der Verein weiterhin in der Lage ist, mit seinen Vorträgen und Publikationen einen qualitätsvollen Beitrag zum Kieler Kulturleben zu leisten. Besonders beliebt sind seine Exkursionen. Das seien gesellschaftliche Ereignisse, freut sich Dr. Jensen. Anfang Mai 2015 geht es in zwei Bussen nach Krempe und Wilster, wo Altstädte und Kirchenbauten besichtigt werden.

Zu den Leistungen für Mitglieder zählen weiterhin der freie Eintritt ins Stadtmuseum und Schiffahrtsmuseum, eine Einladung zum Kieler-Woche-Empfang, das Abo für die Vereinszeitschrift sowie Vergünstigungen beim Kauf der Sonderpublikationen. In diesem Jahr steht die Christian-Albrechts-Universität im Fokus. Jüngst erschien ein Band zu ihrer Wiederbegründung nach 1945. Ein weiterer zum Studentenleben folgt. Auch die vom Kunsthistoriker Ulrich Schulte-Wülwer auf drei Bände angelegte Darstellung des Kieler Kunstlebens im 19. und 20. Jahrhundert wird die nächsten Jahre weiterverfolgt. Der erste kam im November zur Ausstellung in der Landesbibliothek heraus, der zweite Band ist fertig geschrieben.

Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. Geschäftsstelle im Stadtarchiv, Rathaus, Zimmer 515, Fleethörn 9 - geöffnet Mo+Di 8:30-16 Uhr, Do 8:30-18 Uhr. Tel. 0431 901 39 62. Der Jahresbeitrag beträgt mindestens 12 euro. Weitere Informationen auf der Internetseite.

Die Serie Kulturpartner entsteht im Auftrag von magz medien. Alle zwei Monate erscheint in deren Printausgabe ein neuer Teil. "Grosse Kreise ziehen" wurde im Frühjahr 2015 veröffentlicht.